Jeder Brennofen braucht eine Temperaturregelanlage. Der Brand muß geführt werden, damit der Ofen nicht macht, was er will und das Brenngut am Ende unbrauchbar ist und schließlich muß der Brand kontrolliert beendet werden. Was früher mit Erfahrung von Generationen gemacht wurde, erleichterte später der Blick auf Segerkegel. Allerdings war auch hier wieder sehr viel Erfahrung nötig, um die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Als dann Ende der Siebziger die Toplader gebaut wurden, verwendete man Laborkegel oder Minibars im sog. Kilnsitter, verbunden mit manueller Brandführung. Den Wunsch nach vollautomatischem Betrieb versuchte man jetzt mit analogen Steuerungen zu erfüllen. Weil diese Steuerungen nicht überzeugend zuverlässig waren, ging man Anfang der Achtziger dazu über, Mikroprozessoren einzusetzen. Diese Temperaturcontroller sind heute noch mit denselben alten Mikroprozessoren im Einsatz aber erfüllen im Gegensatz zu den analogen Steuerungen ihren Zweck ganz gut, solange keine große und nachprüfbare Genauigkeit erforderlich ist. Heute, 2008, setzt unsere Blackbox mehrere Mikrocontroller ein. Das sind sehr komplexe Einheiten, die unter anderem Mikroprozessoren enthalten. Diese Regelcomputer lassen Rechenverfahren zu, die unglaubliche Genauigkeiten und vor allem reproduzierbare Brennergebnisse zeigen und die Abgrenzung zu industriellen Reglern aufheben. Ein besonderer Vorteil dieser modernen Rechentechnik ist das Fehlen von Überschwingern, die nicht nur unnötig viel Strom verbrauchen, sondern auch beim Brennen empfindlichen Gutes wie Dekorfarben, viele Probleme durch zeitweise Überhitzung machen. Schwierig für den Benutzer ist, daß diese Überschwinger, die in der Größenordnung von mehreren 10 °C liegen können, in der Temperaturanzeige unterdrückt werden. Bedienungskomfort mit großen Touchscreens scheitert noch am Preis dieser Bauteile und bleibt aus Kostengründen indutriellen Lösungen vorbehalten.